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Virtuelles Wasser

Virtuelles Wasser ist jene Menge an Wasser, die für die Herstellung eines Produktes einschließlich aller Vorprodukte und deren Transport benötigt wird. Um zum Beispiel eine Tomate zu erzeugen, sind etwa 13 Liter Wasser erforderlich. 16.000 Liter Wasser verbergen sich in einem Kilo Fleisch. Weil man es den Produkten nicht ansieht, bezeichnet man das darin enthaltene Wasser als "virtuell".

An drei Stationen erfahren die Museumsbesucher alles über virtuelles Wasser: Mittels Chipkarte und Scanner können sie Einkäufe tätigen, sie erfahren wie viel virtuelles Wasser in einzelnen Alltagsprodukten enthalten ist und ermitteln ihren persönlichen "Wasserfußabdruck". 

In einer einzigen Tasse Espresso steckt mehr virtuelles Wasser als wir täglich zum Trinken, Kochen, Duschen, Waschen, Putzen usw. benötigen. Während wir hierzulande mit etwa 122 Liter realem Wasser auskommen, ist der Tagesverbrauch an virtuellem Wasser mit rund 4.000 Litern ungleich höher. Denn nahezu alle Erzeugnisse, vom Frühstücksei bis zum Mikrochip, enthalten virtuelles Wasser. 

Wir sparen Wasser, obwohl wir in Deutschland über reichhaltige Wasserreserven verfügen. Gleichzeitig konsumieren wir über Nahrungsmittel und Gebrauchsgegenstände aus wasserarmen Regionen die dort benötigten Wasserreserven. Über unseren Konsum  importieren wir Wasser und exportieren damit weitere Wasserknappheit. Deutschland gehört zu den weltweit größten Importeuren von virtuellem Wasser. Ein Umdenken beim Wassersparen sollte daher eingebettet werden in ein Umdenken bei unseren Konsumgewohnheiten. Sparen wir beim virtuellen Wasser, entschärfen wir die Wasserprobleme in den Entwicklungsländern.